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2. Brief

Lieber Hans, liebe Freunde,

Ich möchte Euch den heutigen Tagesablauf mit meinen Besuchern schildern:

Die ganze Nacht Schwüle und Hitze. Der Morgen überrascht uns mit einem Überfall der Killerameisen. Die Hasenbuben pflücken die Ameisen von den Hasen.

Später sterben auch zwei Hasen wegen der Hitze. Nächste Überraschung: Besuch bei den Hasenställen von einer großen Kobra-Schlange, die die Irmgard besonders gerne mag.

Endlich dann Frühstück im Freien wegen der Hitze. Dann ein angenehmer Besuch bei den Schwestern im Kloster. Begegnung mit den Schülern außer den Abiturienten

Ist nicht möglich, da alle Schüler heimgeschickt wurden. Anschließend Besuch in Chamba in der Klinik: Niemand da von den Patienten, der Virus brachte alles durcheinander.

Wir hören, dass die Regierung zwar den Krankenschein einführte, aber seit zwei Jahren schon die Rechnungen für die Medizin nicht bezahlt. Der Medikamentenraum ist leer.

Wir kommen heim, voller Sogen, ob die Besucher wieder gut heimkommen, da kommt das nächste Übel: Der Wasserhochbehälter bricht in sich zusammen, Heimschüler und Lehrer haben kein Trinkwasser mehr. Ich bin gespannt, was heute noch alles kommt. Sonst geht es uns gut, an den Bauten wird viel gearbeitet.

Euer

Sepp

Ghana