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Ghanapost 14-06-2021

Lieber Hans, liebe Freunde,

 

letzten Freitag war das Kirchenpatrozinium unserer Pfarrei: Herz Jesu Fest. An einen Kirchgang war aber nicht zu denken, wir hatten andere Probleme zu lösen:

In der Nacht kam ein Gewitter mit schwerem Wolkenbruch. Es regnete bis Mittag. Zwischen unserem Haus und der Stadt sind 2 Brückenbauten, eine über einen Bach und die zweite Brücke über einen Fluss. Der Bach mündet auch in den Fluss. Nun brachte der Fluss eine Unmenge Flaschen und Plastik-Unrat, so dass der Durchfluss durch die Brücke total blockiert war. Vormittags um 9.00 Uhr hatte sich das Wasser so gestaut, dass es alle benachbarten Reisfelder überschwemmte und bis zu uns in den Hof eindrang. Rund um unser Haus sah man nur mehr Wasserflächen. Inzwischen hatten die Wassermassen auch die Umgehungsstraße um den Brückenbau halb weggeschwemmt. Nur mehr Räder konnten den Fluss überqueren. 3 Tage zuvor bekam ich wieder diese schmerzhafte Nervenentzündung Im linken Fuß. Bereits abends zuvor halfen die Schmerztabletten nicht mehr. Ich konnte nicht mehr auf den Fuß aufstehen, er schmerzte zu sehr. In der Nacht wurde der Schmerz immer schlimmer, der ganze Unterfuß schien nun entzündet zu sein. Ich wollte unbedingt so schnell wie möglich zum Arzt, aber ein Fahren zum Arzt war unmöglich. Zum Glück hatte ich noch das Rezept von der früheren

Erkrankung: starke Antibiotika und entzündungshemmende Schmerztabletten. Telefonisch ließ sich der Lehrer Gordon, der gerade da war, von seinem Cousin, der Arzt ist, ein Rezept verschreiben, dann fuhr er mit dem Motorrad los. Mittags kam er mit der Medizin zurück. Bereits abends gab es dann Entwarnung auf allen Gebieten: die Schmerzen ließen nach, so dass ich mit einem Stock auf das WC gehen konnte.

Nachmittags konnten Baumaschinen einen Weg frei bekommen für den Wasserabfluss. Abends sah man auch die Reisfelder wieder und unser Hof war auch wieder fast vom Wasser frei. Ich danke Gott, dass die dramatischen Stunden am Freitag vormittags ein gutes Ende fanden und ich mich wieder wohl fühle. In die Stadt kann ich erst wieder fahren, wenn die große Brücke fertig ist. Meine Autos stehen bereits auf der anderen Seite des Baches, zur Fahrt bereit. Ich schicke Euch Fotos darüber, was Müll anrichten kann.

 

Herzlichen Gruß und Segen

 

Euer dankbarer

Sepp

Foto 1
Foto 2
Foto 3